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Jørn Utzon

Jørn Utzon 

geb.1918, ist wohl der bedeutendste dänische Architekt des 20. Jahrhunderts. Seine frühesten Anregungen holte er sich bei ausländischen Architekten wie Alvar Aalto und Frank Lloyd Wright, deren organisches Architekturverständnis große Bedeutung für Utzons eigene expressive und skulpturelle, von der Natur inspirierte Architektur bekam. Der internationale Durchbruch gelang Utzon 1957, als er überraschend den internationalen Wettbewerb für ein Operngebäude in Sydney in Australien gewann, ein visionäres Bauprojekt mit einem Dach aus 60 m hohen Betonschalen, die sich wie geblähte Segel zum Hafen hin öffnen.

Aus verschiedenen Gründen trat Utzon 1966 als Architekt des Bauvorhabens zurück, aber die Oper, die als eines der bedeutendsten Werke der Architektur des 20. Jahrhunderts angesehen wird, machte Utzon weltberühmt; dies führte dazu, dass er von überall her Aufträge erhielt, u.a. für die Mellibank in Teheran (1963) und das Parlamentsgebäude in Kuwait (1978-1985). In Dänemark hat Utzon nur wenige Bauprojekte durchgeführt: außer einigen der frühesten dicht und niedrig gebauten Wohnungssiedlungen im Lande aus der Zeit um 1960 sind dies die Bagsværd Kirche (1977) und das Möbelhaus Paustian (1987) im Kopenhagener Bezirk Nordhavn. Jørn Utzon wurde im Mai 2003 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet.

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