[Skip to Content]

Hans J. Wegner

Wegner 

1914-2007, dänischer Möbelarchitekt. Nach seiner Ausbildung zum Schreiner (1931) schloss Wegner seine Ausbildung zum Möbeldesigner an der Schule für Kunsthandwerk ab (1938). Er gehörte 1940 während des Baus des Rathauses von Århus dem Architektenbüro von Arne Jacobsen und Erik Møller an. 1943 gründete Wegner in Århus seine eigenes Architektenbüro, das 1946 nach Kopenhagen übersiedelte.

Wegner kann auf eine umfangreiche Möbelproduktion zurückblicken, wobei insbesondere der Stuhl eine Aufgabe war, die er in vielen Formen entwickelt hat. Zu einem Zeitpunkt, als die dänische Möbelkunst vom klassischen, gemäßigten Modernismus der Kaare Klint-Schule geprägt war, trug Wegner durch seinen handwerklichen Zugang zum Stoff zu einer freieren Form bei. Da diese dabei stets von Konstruktion und Material ausging, lässt sich Wegners Produktion nur schwerlich ein stilistisches Etikett anheften.

Er schuf kulturelle Stühle in Stahlkonstruktion (1948, 1963), brach mit seinem Schlummersessel, dem „Pøllestol" (1960), mit der Tradition des Ohrensessels, schuf neue Formen mit dem Cirkelstol (1986), dem Flaglinestol (1950) und dem Påfuglestol (1947), bei dem er von dem traditionellen Windsorstuhl ausging. Er hatte ein freies Verhältnis zu Materialien, wobei er gleichzeitig Holz, mit Sitzflächen aus Gurten oder leicht gepolstert mit Leder, bevorzugte und sich damit in eine ausgeprägt dänisch-nordische Tradition einreihte. Seine Arbeit mit Konstruktion und Form kommt klar in den von ihm geschaffenen Stuhlfamilien zum Ausdruck.

Im Kinastol von 1944 ist es der klassische Rahmenstuhl mit Lehnenbrettern, der in einer Reihe neuer Formen entwickelt wurde, bei denen Kopfstück und Armlehnen eine zusammenhängende Konstruktion bilden. Auf dieser Grundlage wurden u.a. auch der Y-stol und The Chair (1950) entwickelt. Viele der Möbel Wegners werden in mehreren dänischen Möbelschreinereien und -fabriken weiterhin produziert.

wir empfehlen