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23. Juni - Johannisabend

„Sankt Hans Aften", der Abend vor Johannis, dem Geburtstag Johannes des Täufers, ist zu einem der beliebtesten Gedenktage des Kalenderjahres geworden. Oft trifft man sich mit Familie und Freunden und isst gemeinsam zu Abend. Bei gutem Wetter begibt man sich danach zu lokalen Festplätzen, wo dann um 22 Uhr ein großer Holzstoß mit einer Hexenpuppe auf der Spitze entzündet wird. Zuvor wird noch eine Rede gehalten, die sogenannte „båltale", bei größeren Veranstaltungen in der Regel von einer prominenten Person. Nach der Rede singt man gemeinsam das bekannte Mittsommernachtslied des dänischen Dichters Holger Drachmann, die „Midsommervise" (1885), Inbegriff der hellen nordischen Sommernacht und nationalromantische Verklärung der bäuerlichen Kultur.

Auch wenn die Sommersonnenwende eigentlich auf den 21. Juni fällt, so gilt der Johannisabend doch als der eigentliche Mittsommerabend und damit als kürzeste Nacht des ganzen Jahres. Dem Volksglauben zufolge wohnte ihr eine besondere Kraft inne, und auch die bösen Kräfte waren im Spiel. Man glaubte, dass die Hexen auf dem Weg zum Blocksberg auf ihrem Besenstiel vorbeiflogen. Um das Böse fern zu halten, wurden große Feuer entzündet, vorzugsweise an hoch gelegenen Punkten in der Landschaft. Eine aus alten Lumpen ausgestopfte Hexe auf die Spitze des Holzstoßes zu setzen und mit diesem zu verbrennen, ist eine Tradition, die erst im 20. Jahrhundert üblich wurde.

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