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Dänischer Designer macht Modewelt zu einer besseren Welt

Will ich viel Geld ausgeben für Designerkleidung, die von unterbezahlten Arbeitern in Entwicklungsländern hergestellt ist?  Vor diese Frage gestellt, entscheiden sich immer mehr modebewusste Kunden für Designer, die eine Alternative anbieten, die Kunden mit gutem Gewissen kaufen können

Label NoirDanish Design ist bekannt für seine Erneuerungen, die gleichzeitig Probleme lösen. Daher überrascht es kaum, dass Peter Ingerwersen und sein Label Noir die Latte der Verantwortlichkeit sehr hoch gelegt hat für Firmen in der Bekleidungsindustrie.

Als Verbraucher und Designer beschlossen, dass es an der Zeit war, unsere Welt zu einer besseren Welt zu machen, sah Biokleidung aus wie an Hippie Zeiten erinnernde Mode für etwas aus der Form geratene Frauen von Ende fünfzig.  Man hatte die Wahl zwischen teurer Sweatshop Kleidung oder umweltbewusster Mode, die an einen Kartoffelsack erinnerte.

Die dänische Marke Noir war eine der ersten, der es gelang, das deutlich nationale Modebewusstsein mit ethisch verantwortungsvoll hergestellten Biostoffen unter einen Hut zu bringen.  Heute gibt es viele Designer, die sich dafür entschieden haben.  So können gut verdienende Kunden mit ihrer Kreditkarte ihre Stimme abgeben gegen die Ausbeutung der Dritten Welt.

Das Warenzeichen von Noir ist sein „cutting edge“ Zugang zur Mode. Stil wird nie der umweltfreundlichkeit zu Liebe kompromittiert. So fällt besonders der rohe Stil der Rock ’n Roll comeback times ins Auge.  In der höheren Preislage bietet Noir freche Kleidung in neutralen Farben an – mit viel Metallglanz und von gutem Tailoring.  Die Diffusion Serie Noir Black wirbt um eine jüngere und nicht so wohlhabende Kundschaft.  Hier wird unterstrichen, dass jeder das Recht hat, sich umweltfreundlich zu kleiden.  Das Design dieser Serie ist herausfordernder, wobei aber die Reinheit von Noir nie verloren geht.  Schliesslich entgeht Peter Ingwersen, dem Gründer und Chefdesigner dieser Marke, kein Element des Designprozesses, immer sorgt er dafür, dass man seinem Credo folgt.

Während Ingwersen es sich zu der schwierigen Aufgabe machte, eine gesellschaftlich verantwortungsbewusste Modemarke zu schaffen, entwickelte er Illuminati II, ein Baumwollprodukt, das von vielen verschiedenen Firmen, die umweltfreundliche Stoffe gebrauchen, verwendet wird. Die Baumwolle wird in Uganda angebaut und in der Türkei gewebt, wobei man sich streng an die Prinzipien des UN Global Impact hält.  Diese Luxus Fair Trade Baumwolle wird bei der Herstellung von up-market Mode verwendet.  So kann der Verbraucher beim Kauf sein schlechtes Gewissen erleichtern. 

Man kann ruhig sagen, dass Peter Ingwersen mit seiner Marke Noir über das hinausgegangen ist, was man noch vor einem Jahrzehnt auf dem Gebiet der ethisch verantwortlichen Mode für möglich hielt. Es überrascht nicht, dass so ein Ideenkraftzentrum wie dieses aus der dänischen Modewelt hervorgegangen ist.

Peter Ingwersen in Uganda