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Sonnen und Windenergie werden Dänemark mit Wärme versorgen

Dänemark sollte mit Sonnen- und Windenergie heizen, so lautet die Empfehlung der Klimakommission. Fernwärmewerke sehen eine deutliche Zukunft darin.

Solar and wind energy will supply Denmark with heatVon

Lea Pagh

Obwohl schon ungefähr 40 Prozent von Dänemarks Fernwärme durch erneuerbare Energie wie Biomasse erzeugt werden, wird es in Zukunft noch mehr unweltfreundliche Wärme geben.  Der Bericht der Klimakommission vom 28. September 2010 kommt zu folgender Schlussfolgerung: „Wir werden unsere Häuser mit Wärmepumpen heizen, angetrieben durch Elektrizität aus Windturbinen, Biomasse, Solarthermie und Geothermie,  und Wärmepumpen werden zusammen die Energie für Fernwärmewerke liefern. 

Weg mit „schwarzer“ Energie aus Kohle und her mit „grüner“ Energie“, so lautet die Empfehlung von Experten.  „Langfristig macht sich grüne Energie bezahlt“, sagt Katherine Richardson, die Vorsitzende der Klimakommission.

„Fossile Brennstoffe werden die Gesellschaft viel Geld kosten, während grüne Energie immer billiger wird.  Unsere Analyse zeigt, dass im Jahr 2050 Elektrizität aus fossilen Brennstoffen 2.5 DKK pro KWh kosten wird und aus Windkraft 2.6 DKK pro KWh.

Aber Wind-, Sonnen- und Wellenenergie sind schwankende Energiequellen.  Die Sonne liefert nur Energie, wenn sie scheint, und Windturbinen produzieren nur Elektrizität, wenn der Wind weht.  Die Natur richtet sich nicht nach dem Energiebedarf der Menschheit.

Die Vorsitzende der Klimakommission sieht ausgezeichnete Möglichkeiten in gewaltigen Wärmepumpen, die an Windturbinen gekoppelt werden, um bei Bedarf von den Haushalten des Landes gebraucht zu werden.

„Heute verkaufen wir unsere überschüssige Energie an andere Länder, stattdessen können wir diese Energie als Wärme in Fernwärmewerken aufbewahren.  So können wir von der Energie, die wir schon in Dänemark produzieren, effizienten Gebrauch machen,“ sagt Katherine Richardson.

 

Fernwärmewerke stellen um auf grüne Energie

Wärmepumpen sind eine vernünftige Lösung, sagt Hans Hvidtfelt Larsen, Abteilungsleiter in dem Nationalen Labor für Nachhaltige Energie, Risø DTU.  „In Zukunft wird Elektrizität eine immer grösser werdende Rolle bei der Energieversorgung spielen. Deshalb ist es auch realistisch, dass Fernwärmewerke an grosse Wärmepumpen gekoppelt werden, die durch Elektrizität von Windturbinen betrieben werden“, sagt Hans Hvidfelt Larsen.  Er verweist auf Schweden als ein Land, wo man schon Wärmepumpen als Wärmebooster benutzt.

Und vom dänischen Fernwärmeverband ist zu hören, dass auch dänische Versorgungsunternehmen mehr Fernwärme gewonnen aus Windenergie liefern wollen.

„Wir werden in Zukunft mehr und mehr davon hören.  Aber es wird ausschlaggebend sein, ob die Fernwärmewerke im Stand sind, den Verbrauch zu regulieren, denn sie müssen Wärme aus Windenergie aufbewahren können für die Zeit, in der der Wind nicht weht.“

Mikael Togeby, Bauingenieur und Partner bei EaEnergianalyse, hat vor einigen Monaten „Windkraftenergie“ für die Stadt Aarhus untersucht.  Seiner Meinung nach gibt es zwei Methoden für den Gebrauch von Elektrizität in Fernwärmesystemen: Einer ist, das Wasser direkt zu heizen, wie mit einem Tauchsieder, der andere ist, eine Wärmepumpe zu gebrauchen, die einen viel höheren thermischen Wirkungsgrad hat.

„Eine Reihe von Fernwärmewerken gebraucht zurzeit die direkte Methode, aber es gibt keine riesigen Wärmepumpen in Dänemark.  Zurzeit ist es schwierig, eine gute finanzielle Performance mit grossen Wärmepumpen zu erlangen.  Unsere Analyse aus Aarhus zeigt jedoch, dass grosse Wärmepumpen sich für das Vorwärmen von Fernwärme eignen können, und sie können z.B. auch von Vorteil bei der Wärmegewinnung aus Industrieprozessen sein,“ sagt Mikael Togeby.

 

Energie ABC

  • Biomasse:  Hackschnitzel, Holzpellets Stroh, Biogas
  • Fossile Brennstoffe:  Kohle, Öl, und Erdgas
  • Geothermie: Heisses Wasser aus dem tiefen Untergrund
  • Wärmepumpen:  Gebrauchen Geothermie oder Solarthermie.  Können drei- bis viermal so viel nutzbare Wärmeenergie liefern als sie selbst an Primärenergie verbrauchen